Was man zur Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO wissen sollte!

In der Sicherheitsbranche ist eine Qualifikation nach der Sachkundeprüfung gem. 34a GewO gefragt. Dafür bietet der Job aber auch viele Chancen. Das hängt mit der Vielfältigkeit zusammen, die die Revierdienste, Veranstaltungen und Wertdienste bieten. Die tarifliche Vergütung einschließlich der Zuschläge bieten einen zusätzlichen Anreiz. Wer die IHK-Sachkundeprüfung ablegt, schafft so einen weiteren Schritt in die aktive Arbeitswelt.

Die Sachkundeprüfung kann bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt werden. Es gibt jedoch keine Online-Prüfung. Außerdem muss der Absolvent die deutsche Sprache beherrschen. In der schriftlichen und mündlichen Prüfung schafft er mindestens fünfzig Prozent der möglichen Punkte. Um die schriftlichen Aufgaben übersichtlich und leicht zu gestalten, gibt es Multiple-Choise-Tests. Hier werden einige Fragen gestellt, zu denen es wiederum eine Reihe von Antworten gibt. Einige sind richtig und andere falsch. Der mündliche Test findet vor einem Prüfungsausschuss statt.

Doch wer benötigt die Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO? Wer die Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder bei der AGSM Akademie für ganzheitliche Sicherheit und Sicherheitsmanagement GmbH abgelegt hat, steht für unterschiedliche Funktionen zur Verfügung. Dazu zählen die Bewachung im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken sowie die diversen Kontrollgänge in der City und im öffentlichen Verkehr. Hierzu kommt der Schutz vor Ladendieben und die Bewachung von Asylbewerberheimen. Erweist sich die Schutzkraft als kompetent, kann sie als Geschäftsführer oder Inhaber einer großen Sicherheitsfirma tätig werden.

Die Anmeldung zur Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO erfolgt über das Internet. Hier müssen bestimmte Angaben gemacht werden. Dazu zählen auch Unterlagen, die per Mail übersendet werden dürfen. Im Anschluss kommt der Gebührenbescheid in einem Abstand von 14 Tagen. Sobald die Bezahlung erfolgt ist, wird der Prüfungstermin mitgeteilt. Übernimmt der Bildungsträger die Kosten, kann die Rechnung an ihn ergehen.

Der Kandidat kann sein Prüfungsergebnis online abrufen. Dieses findet er meistens einen Tag nach der schriftlichen Prüfung in seinem Online-Account. Hat er bestanden, erhält er eine zusätzliche Einladung zur mündlichen Prüfung. Schließt er die beiden erfolgreich ab, sendet ihm die IHK eine Bescheinigung mit den erhaltenen Noten zu.
Wird ein Teil nicht bestanden, dann kann er wiederholt werden. Für den mündlichen Teil der Prüfung nach der Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO gilt eine Besonderheit. Sie ist mindestens zwei Jahre nach der schriftlichen abzulegen.
Nun kommen die Prüfungssachgebiete. Ihre Inhalte stehen im Rahmenstoffplan. Hierzu gehören die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Diese Rechtsgebiete werden durch das Gewerberecht ergänzt. Ihnen folgt das Datenschutzrecht. Wie und wo man mit Waffen umzugehen hat, lernen die Kandidaten im Straf- und Strafverfahrensrecht. Hier ist vor allem der Umgang mit Waffen von Bedeutung. Der spätere Sicherheitsfachmann muss außerdem lernen, wie er mit Menschen in Gefahrensituationen umzugehen hat. Eine wichtige Technik besteht in der Deeskalationsstrategie. Die Grundzüge der Sicherheitstechnik schließen diesen Bereich ab.


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